Bild: Wohnzimmer mit Kamin
Bild: Haufen von Holz in den Alpen

Brennholz und Kaminholz aus Polen - grenzenlos günstig!

Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf von ausländischem Brennholz und Kaminholz achten sollten. Dabei richten sich diese Empfehlungen vorwiegend auf Osteuropäische Länder (Polen. Tschechien, Littauen, Russland, Ukraine und Rumänien), die Ihr Brennholz und Kaminholz in Deutschland anbieten.

Tipps – Ratgeber für Brennholz & Kaminholz


Warum lohnt sich der Kauf von Brennholz und Kaminholz aus Polen?

Diese Frage lässt sich nur bedingt klar beantworten, denn wie so oft kommt es darauf an. Prinzipiell lässt sich sagen, dass Verbraucher aus Deutschland bewusst über die Grenzen des Landes nach Lieferalternativen schauen und dabei natürlich versuchen Geld beim Kauf von Brennholz und Kaminholz zu sparen. Dabei schauen diese bevorzugt in Osteuropäischen Ländern wie Polen, Ukraine oder Russland nach entsprechenden Brennholzquellen.

Holzpreise und Löhne

Der Ruf von günstigem polnischem Brennholz ist dahingehend klar in den Köpfen der Menschen in Deutschland verankert. Der häufigste Grund für diese Denke ist die Tatsache, dass nicht nur die Löhne in osteuropäischen Ländern niedriger sind als Hierzulande, sondern auch das die Holzpreise ebenfalls günstiger sind. Vergleicht man dies mit der Realität, so lässt sich ganz klar sagen, dass dies oftmals der Wahrheit entspricht. Die Holzpreisunterschiede liegen jedoch nicht immer daran, dass das Holz in Polen so günstig ist, sondern weil das Holz in Deutschland durch geringen Einschlag knapp und damit in den vergangenen Jahren immer teurer geworden ist. Polen hingegen ist mit viel Wald gesegnet. Es verfügt über eine Waldfläche von 9 Millionen Hektar (Deutschland hat ca. 11,4 Millionen Hektar Wald) und einem Bruttoholzvorrat von 1,75 Milliarden (Deutschland hat ca. 3,4 Milliarden Vorratsfestmeter) Vorratsfestmetern. Daher kann von einer natürlichen Verknappung in beiden Ländern derzeit keine Rede sein. In Deutschland findet diese Verknappung jedoch künstlich statt. Daher fühlen sich Verbraucher nicht selten gezwungen Alternative Wege einzuschlagen.

 

Wechselkurse

Ein oft vergessenes Argument in dieser Diskussion ist die Tatsache, dass Preisunterschiede größtenteils in den Wechselkursen der Währungen zwischen Euro (EU) und Zloty (Polen) begründet sind. Der Euro der Europäischen Union ist derweilen eine starke Währung und ermöglicht somit günstige Importe aus Polen, Ukraine oder Russland. Blickt man auf die Brennholzpreise von Ländern der EU wie in Frankreich, Österreich oder Tschechien, so stellt man fest, dass die dortigen Preise nicht weit von denen aus Deutschland entfernt sind.

 

Produktion

Nicht nur die Preise für Rohstoffe und Löhne spielen eine wichtige Rolle, in wie weit der Preis für polnisches Brennholz und Kaminholz entsteht, sondern auch wie produziert wird. Es ist in Deutschland keine Seltenheit, dass die Produktionskosten pro Schüttraummeter durch große Brennholzautomaten sehr günstig sein können. Denn Technologie schafft Effizienz und senkt den Personalbedarf. Jedoch ist dies in Deutschland nicht überall Gang und Gäbe. Es existieren fast überall kleine Brennholzhändler, welche mit einfachen Methoden Brennholz herstellen. Große Brennholzlieferanten aus Polen, welche den deutschen Markt beliefern wollen, sind in der Regel sehr professionell aufgestellt. Sonst wären diese auch nicht so konkurrenzfähig. Hinzukommt, dass in Polen große Wälder und somit Brennholzquellen vorhanden sind. Daher gilt auch hier, genau hinschauen lohnt sich. Ein Deutscher Produzent der große Massen mit modernen Maschinen herstellt braucht sich nicht vor den Preisen des Wettbewerbs zu fürchten, egal ob aus Polen oder Deutschland selbst.

 

Bestellabwicklung

Eines der größten Probleme beim Kauf von Brennholz und Kaminholz aus Polen, ist die Bestellabwicklung. Obwohl dies in Zeiten des elektronischen Handels und Online-Shops kein Problem darstellen sollte. Jedoch sind viele Brennholzhändler aus Polen in diesem Bereich eher schlecht aufgestellt. Meist ist es schon ein Pluspunkt, wenn diese überhaupt über eine Internetseite verfügen. Und wenn Sie über eine verfügen, dann sind diese nur mangelhaft aufgebaut und gepflegt. In der Regel gibt es eine Telefonnummer bei der man anrufen kann, um seine Bestellung aufzugeben bzw. die Konditionen zu erfragen. Auch Bestellungen bzw. die Kommunikation per E-Mail ist sehr verbreitet.

Neben dieser Kommunikationsproblematik ist auch die Transaktionsabwicklung nicht immer eindeutig. Manche Anbieter wollen im Voraus das zu zahlende Geld überwiesen bekommen, was jedoch mit entsprechendem Risiko verbunden ist, falls man noch keine Erfahrung mit dem Unternehmen hat oder es keine Erfahrungsberichte dazu existieren. Der Ideale Weg ist das Einbinden von Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal. Diese Zahlungsmethode versichert beide beteiligten vor Zahlungs- bzw. Leistungsausfällen von bis zu 6 Wochen. Dazu benötigen Käufer und Verkäufer lediglich ein PayPal-Konto und schon kann es nach Einzahlung des zu überweisenden Betrages losgehen. Ein anderer Weg ist das sogenannte Zahlungs-Splitting. Dabei zahlt der Käufer die erste Hälfte bei Bestellung an und zahlt die zweite Hälfte bei Erhalt der Ware.

 

Transport

Bei der Bestellung verlangen manche Anbieter die Abnahme ganzer LKW-Ladungen (pro LKW-Ladung ca. 70 Schüttraummeter = 48 Raummeter). Jedoch benötigt man im seltensten Fall solche Massen und sollte daher nach Alternativen suchen. Eine Möglichkeiten dabei sind Bestellgemeinschaften, welche diese Abnahme ermöglichen. Hintergrund dafür sind die anfallenden Kosten für den Transport des Brennholzes, welches normalerweise geringer ausfällt, wenn man bei regionalen deutschen Brennholzhändlern bestellt. Dennoch kann es sich lohnen diesen Transportweg in Kauf zu nehmen und immer noch günstigeres Kaminholz und Brennholz zu erhalten, als wenn man es regional erwirbt. Das hängt vom einen ab wo man in Deutschland wohnt und welche Transportwege die Speditionen nehmen können. Denn LKW fahren nach dem abliefern des Brennholzes nicht leer über Deutschlands Autobahnen, sondern nehmen idealerweise Ladungen aus Deutschland wieder mit. Dass kann dazu führen, dass man sich als Käufer gedulden muss, bis der Rückweg geregelt ist. Auch ist es gängig, dass LKW mit Brennholz aus Polen aufgefüllt werden, um effizienter zu sein. Daher lässt sich auch abschließend zur ökologischen Verträglichkeit etwas sagen. Es ist klar, dass der C02 Ausstoß beim Transport von Holz aus Polen größer ist als beim Liefern von regionalem Brennholz. Allerdings interessiert es auch nur die wenigsten Menschen in Deutschland, woher das Heizöl herkommt oder das exotische Obst. Daher ist es leider wie so oft stets eine Frage des Preises, wann sich der Kauf von Brennholz und Kaminholz aus Polen lohnt und wann nicht.

 

Qualität

Bisher wurden viele Argumente dafür aber auch einige gegen den Kauf von Brennholz aus Polen geschildert. Ein sehr beliebtes Totschlagargument gegen ausländisches Brennholz ist die Qualität des Brennholzes. Dazu lässt sich sagen, dass man das nicht pauschalisieren kann. Es gibt Brennholzlieferanten in Deutschland, aber auch sicherlich in Polen, die schlechte Waren verkaufen. Das kommt leider vor und lässt sich nur durch Transparenz und dem damit verbundenem Meinungsaustausch eindämmen, um dieses Problem zu beseitigen. Daher sollten in Zeiten des Internets alle Unternehmen bemüht sein gute Leistungen und Qualitäten abzuliefern. Jedoch wissen auch Polnische Brennholzunternehmen längst, was deutsche Kunden verlangen und wünschen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich diese in Zeiten der Globalisierung weiter etablieren.