Die richtige Lagerung von Brennholz & Kaminholz

Sie wollen sich ĂŒber eine richtige Lagerung von Brennholz und Kaminholz informieren? Dann empfehlen wir Ihnen den nachfolgenden Ratgeber-Text, welcher sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt. Denn bei der Lagerung von Brennholz kann man viel richtig, aber auch viel falsch machen. Daher haben wir eine ausfĂŒhrliche Liste von Möglichkeiten der Brennholzlagerung sowie einige Tipps und Tricks fĂŒr Sie zusammengefasst.

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Brennholz & Kaminholz richtig lagern & stapeln – Tipps zur Aufbewahrung

Brennholz richtig lagern

Die Verheizung von Brennholz im eigenen Heim ist fĂŒr viele Kaminofenbesitzer ein großer Traum. Zum einen bietet diese Methode des Heizens nicht nur ein gemĂŒtliches Flair und eine angenehm wohlige WĂ€rme, sondern ist damit, auf Grund des nachwachsenden Rohstoffes Holz, auch eindeutig die umweltfreundlichere Variante. Zudem ist eine nachweisliche Senkung der Heiz- und Energiekosten ein durchaus positiver Nebeneffekt.

Um eine optimale Ausnutzung von Kaminholz zu gewÀhrleisten, steht jedoch die richtige Lagerung an erster Stelle. Hierbei sind einige wichtige Dinge zu beachten.

Die optimale Lagerzeit

Die mit Abstand bedeutendste Rolle spielt die fachgemĂ€ĂŸe Trocknung. Sehr wichtig ist es, dass das Holz einem ausreichenden Trocknungsprozess unterzogen wird, wobei je nach Holzart bei einer normalen Lufttrocknung ein bis zwei Jahre dafĂŒr einkalkuliert werden mĂŒssen.
Frisch geschlagenes Nadelholz beinhaltet einen Wassergehalt von 35 – 41 %, bei Laubhölzern sogar 41 – 50 %. Das Kaminholz sollte daher unbedingt auf einen Restwert von mindestens 23 % Wassergehalt reduziert werden. Denn feuchtes Holz mindert nicht nur die BrennqualitĂ€t – auch die optimale Heizleistung lĂ€sst sich nicht vollstĂ€ndig ausschöpfen. Hinzu kommen lĂ€stige Ablagerungen von Ruß sowie Wasserdampf und stellen fĂŒr deren Beseitigung außerdem unnötige, vermeidbare Sanierungskosten dar.

Aber Vorsicht! Die Redewendung „Je lĂ€nger, desto besser!“ findet bei der Holzlagerung keine Anwendung. Bei zu langer Lagerung verringert sich der Heizwert des Brennholzes stetig, da das Naturprodukt Holz zu spröde werden und verrotten kann. Man sollte wirklich darauf achten, dass die optimale Lagerzeit von maximal zwei Jahren nicht ĂŒberschritten wird, um einen Ausfall des mĂŒhselig geschlagenen Holzes zu verhindern.

Ob das Holz noch zu feucht ist, findet ein Restfeuchtemesser heraus. Bei der weitaus preisgĂŒnstigeren Methode erkennt man noch zu feuchtes Kaminholz wĂ€hrend des Anfeuerns an der BlĂ€schenbildung auf der HolzoberflĂ€che und am Zischen im Kamin.

Der richtige Ort fĂŒr die Brennholzlagerung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Platzauswahl fĂŒr die Lagerung des Holzes. Dieser sollte unbedingt trocken, mit direkter Sonneneinstrahlung und gut belĂŒftet sein, um den Befall von Schimmel, FĂ€ule oder Pilzen zu vermeiden. Idealerweise bieten sich hierbei SĂŒd- und WesthauswĂ€nde (jedoch nicht unmittelbar an der Hauswand!) an, welche tagsĂŒber den meisten Teil der Sonneneinstrahlung abbekommen und diese WĂ€rme speichern und auch wieder abgeben. Sinnvoll dabei ist es, das Holz gleich in kleine ofengerechte Scheite zu spalten, denn diese trocknen wesentlich schneller als große unbehandelte HolzstĂŒcke.

Des Weiteren ist es sehr wichtig, dass die Lagerorte ĂŒberdacht sind, um diese vor NĂ€sse zu schĂŒtzen. Der Mindestabstand zwischen Holzstapel und Dach sollte mindestens 30 cm betragen, um zur besseren Luftzirkulation beizutragen. LuftundurchlĂ€ssige Planen sind in dieser Hinsicht jedoch absolut kontraproduktiv und sollten keinesfalls benutzt werden. Ebenso unzweckmĂ€ĂŸig sind geschlossene RĂ€ume, wie Garagen oder Keller, weil diese keine von den genannten Voraussetzungen fĂŒr die optimale Lagerhaltung erfĂŒllen.

Gitterboxen und Kaminholzregale eignen sich unter diesen Gesichtspunkten fĂŒr die Platzauswahl hervorragend, denn die gespaltenen Holzscheite lassen sich dort gut locker stapeln und gewĂ€hren den nötigen Abstand zum Boden, welcher zur besseren Luftzirkulation beitrĂ€gt. Dieser Abstand sollte mindestens 20 cm betragen. Man sollte zudem beachten, dass durch das lockere Stapeln der Scheite immer kleine HohlrĂ€ume entstehen – ein ideales Versteck fĂŒr kleine Nagetiere und Ungeziefer. Deshalb sollte dies stets kontrolliert werden.

Eine weitere Art der Lagerung ist die Holzmiete, worunter man sich einen spitz gestapelten Holzhaufen vorstellen kann. Dieser hat eine runde, nach oben enger werdende Form (Ă€hnlich wie bei einem Kegel), sodass eine stabile Konstruktion entsteht. Durch das spitze Holzscheitdach wird ein besseres Ablaufen des Regenwassers ermöglicht. Somit bleibt das Holz schön trocken. Bei dem Bau einer Holzmiete empfiehlt sich, unter der Voraussetzung der ĂŒblichen LĂ€nge eines Holzscheites (ca. 30 cm), ein Durchmesser von 2 m.

Diese drei Varianten sind die gelÀufigsten Lagerhaltungen bei Kaminofenbesitzern, um eine optimale BrennholzqualitÀt zu erzielen.

Das getrocknete Kaminholz, welches zur unmittelbaren Verheizung dienen soll, sollte man bereits im temperierten Wohnraum aufbewahren. So wird das Holz zum einen schon vorgewÀrmt und man erzielt zum anderen einen romantisch dekorativen Effekt. So kann der Abend vor dem eigenen Kaminofen ungestört beginnen.

Tipps & Tricks zur Lagerung von Brennholz

  1. Schnell zur Sache kommen: schnelles Lagern = schnelle Trocknung
  2. Lagerort sollte gut belĂŒftet und mit direkter Sonneneinstrahlung sein
  3. Keine Lagerung in geschlossenen RĂ€umen wegen Schimmelgefahr
  4. Brennholz lieber in mehreren kleinen Mengen lagern
  5. Geeignete Lagerarten: Gitterboxen, Kaminholzregale, Holzmieten
  6. Ideale Lagerdauer von 2 Jahren nicht ĂŒberschreiten
  7. Brennholz immer spalten, auch die kleinen Äste
  8. Wer nicht viel Platz hat, sollte die Scheite kleiner spalten = benötigen nur die HÀlfte der Trockenzeit
  9. Holz vor Regen mit Abdeckung schĂŒtzen (z. B. Schleppdach)
  10. Abstand zwischen Holz und Abdeckmaterial lassen = bessere Luftzirkulation
  11. AbstÀnde: eine Handbreite von der Hauswand, mind. 20 cm zum Boden und mind. 30 cm zwischen Holzstapel und Dach
  12. RegelmĂ€ĂŸige Kontrolle der HohlrĂ€ume wegen eventuellem Nager- und Ungezieferbefall

Fazit

Es gibt zahlreiche Merkmale fĂŒr die optimale Brennholzlagerung. Die Hauptproblematik liegt wahrscheinlich darin, die richtige Auswahl des Lagerorts fĂŒr eine ausreichende Trocknung des Holzes zu finden. Letztendlich muss jeder seinen eigenen individuellen und kapazitĂ€tsgerechten Weg finden, das Kaminholz so herzurichten, um fĂŒr sich den besten Holznutzen zu erzielen.

Wenn die wesentlichsten Regeln eingehalten werden, kann jedoch der Vorfreude auf gemĂŒtliche Kaminabende in den eigenen vier WĂ€nden nichts mehr trĂŒben.

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