Bild: Wohnzimmer mit Kamin
Bild: Haufen von Holz in den Alpen

Brennholz und Kaminholz aus Polen - grenzenlos günstig!

Sie wollen sich über eine richtige Lagerung von Brennholz und Kaminholz informieren? Dann empfehlen wir Ihnen den nachfolgenden Ratgeber-Text von Patricia Klamt, welche sich mit diesem Thema intensiv beschäftigt hat. Denn bei der Lagerung von Brennholz kann man viel richtig, aber auch viel falsch machen. Daher haben wir eine ausführliche Liste von Möglichkeiten der Brennholzlagerung sowie einige Tipps & Tricks für Sie zusammengefasst.

Die richtige Lagerung von Brennholz


Die Lagerung von Brennholz

Die Verheizung von Brennholz im eigenen Heim ist für viele Kaminofenbesitzer ein großer Traum. Zum Einen bietet diese Methode des Heizens nicht nur ein gemütliches Flair und eine angenehm wohlige Wärme, sondern ist damit, auf Grund des nachwachsenden Rohstoffes Holz, auch eindeutig die umweltfreundlichere Variante. Zudem ist eine nachweisliche Senkung der Heiz- und Energiekosten ein durchaus positiver Nebeneffekt.

Um eine optimale Ausnutzung von Kaminholz zu gewährleisten, steht jedoch die richtige Lagerung an erster Stelle. Hierbei sind einige wichtige Dinge zu beachten.

Die optimale Lagerzeit

Die mit Abstand bedeutendste Rolle spielt die fachgemäße Trocknung. Sehr wichtig ist es, dass das Holz einem ausreichenden Trocknungsprozess unterzogen wird, wobei, je nach Holzart, mindestens ein bis zwei Jahre dafür einkalkuliert werden müssen.
Frisch geschlagenes Nadelholz beinhaltet einen Wassergehalt von 35 – 41 %, bei Laubhölzern sogar 41 – 50 %. Das Kaminholz sollte daher unbedingt auf einen Restwert von weniger als 16 % Wassergehalt reduziert werden. Denn feuchtes Holz mindert nicht nur die Brennqualität, sondern auch die optimale Heizleistung lässt sich zudem nicht vollständig ausschöpfen. Lästige Ablagerungen von Ruß und Wasserdampf sind bei noch zu feuchtem Holz die Folge und stellen für deren Beseitigung außerdem unnötige, vermeidbare Sanierungskosten dar.

Aber Vorsicht! Die Redewendung „Je länger, desto besser!“ findet bei der Holzlagerung keine Anwendung. Bei zu langer Lagerung verringert sich der Heizwert des Brennholzes stetig. Man sollte wirklich darauf achten, dass die optimale Lagerzeit von maximal zwei Jahren nicht überschritten wird, um einen Ausfall des mühselig geschlagenen Holzes zu vermeiden.

Ob das Holz noch zu feucht ist, findet ein Restfeuchtemesser heraus. Bei der weitaus preisgünstigeren Methode erkennt man zu feuchtes Kaminholz während des Anfeuerns an der Bläschenbildung auf der Holzoberfläche und am Zischen im Kamin.

 

Die richtige Lagerplatzauswahl und -haltung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Platzauswahl für die Lagerung des Holzes. Dieser sollte unbedingt trocken, mit direkter Sonneneinstrahlung und gut belüftet sein, um den Befall von Schimmel, Fäule oder Pilzen zu vermeiden. Idealerweise bieten sich hierbei Süd- und Westhauswände -jedoch nicht unmittelbar an der Hauswand- an, welche tagsüber den meisten Teil der Sonneneinstrahlung abbekommen und diese Wärme speichern und auch wieder abgeben. Sinnvoll dabei ist es, das Holz gleich in kleine ofengerechte Scheite zu spalten, denn diese trocknen wesentlich schneller als große unbehandelte Holzstücke.

Des Weiteren ist es sehr wichtig, dass die Lagerorte überdacht sind, um diese vor Nässe zu schützen. Der Mindestabstand zwischen Holzstapel und Dach sollte mindestens 30 cm betragen, um zur besseren Luftzirkulation beizutragen. Luftundurchlässige Planen sind in dieser Hinsicht jedoch absolut kontraproduktiv und sollten keinesfalls benutzt werden. Ebenso unzweckmäßig sind geschlossene Räume, wie Garagen oder Keller, weil diese keine von den genannten Voraussetzungen für die optimale Lagerhaltung erfüllen.

Gitterboxen und Kaminholzregale eignen sich unter diesen Gesichtspunkten für die Platzauswahl hervorragend, denn die gespaltenen Holzscheite lassen sich dort ausgezeichnet locker stapeln und gewähren den nötigen Abstand zum Boden, welcher, wie oben schon erwähnt, zur besseren Luftzirkulation beiträgt. Dieser Abstand sollte mindestens 20 cm betragen. Man sollte zudem beachten, dass durch das lockere Stapeln der Scheite immer kleine Hohlräume entstehen – ein ideales Versteck für Ratten und anderes Ungeziefer. Deshalb sollte dies stets kontrolliert werden und zur Not mit Rattenbekämpfungsmittel behandelt werden.

Eine weitere Art der Lagerung ist die Holzmiete, worunter man sich einen spitz gestapelten Holzhaufen vorstellen kann. Dieser hat eine runde, nach oben enger werdende Form (ähnlich wie bei einem Kegel), sodass eine stabile Konstruktion entsteht. Durch das spitze Holzscheitdach wird ein besseres Ablaufen des Regenwassers ermöglicht. Somit bleibt das Holz schön trocken. Bei dem Bau einer Holzmiete empfiehlt sich, unter der Voraussetzung der üblichen Länge eines Holzscheites (ca. 30 cm), ein Durchmesser von 2 m.

Diese drei Varianten sind die geläufigsten Lagerhaltungen bei Kaminofenbesitzern, um eine optimale Brennholzqualität zu erzielen.

Das getrocknete Kaminholz, welches zur unmittelbaren Verheizung dienen soll, sollte man bereits im temperierten Wohnraum aufbewahren. So wird das Holz zum Einen schon vorgewärmt und man erzielt zum Anderen einen romantisch dekorativen Effekt. So kann der Abend vor dem eigenen Kaminofen ungestört beginnen.

 

Tipps und Tricks:

  1. schnell zur Sache kommen: schnelles Lagern = schnelle Trocknung
  2. Lagerort sollte gut belüftet und mit direkter Sonneneinstrahlung sein
  3. keine Lagerung in geschlossenen Räumen wegen Schimmelgefahr
  4. Brennholz lieber in mehreren kleinen Portionen lagern
  5. geeignete Lagerarten: Gitterboxen, Kaminholzregale, Holzmieten
  6. ideale Lagerdauer von 2 Jahren nicht überschreiten
  7. Brennholz immer spalten, auch die kleinen Äste
  8. wer nicht viel Platz hat, sollte die Scheite kleiner spalten = benötigen nur die Hälfte der Trockenzeit
  9. Holz vor Regen mit Abdeckung schützen (z. B. Schleppdach)
  10. Abstand zwischen Holz und Abdeckmaterial lassen = bessere Luftzirkulation
  11. Abstände: eine Handbreite von der Hauswand, mind. 20 cm zum Boden und mind. 30 cm zwischen Holzstapel und Dach
  12. regelmäßige Kontrolle der Hohlräume wegen eventuellem Ratten- und Ungezieferbefall

 

Fazit

Es gibt zahlreiche Merkmale für die optimale Brennholzlagerung. Die Hauptproblematik liegt wahrscheinlich darin, die richtige Auswahl des Lagerorts für eine ausreichende Trocknung des Holzes zu finden. Letztendlich muss jeder seinen eigenen individuellen und kapazitätsgerechten Weg finden, das Kaminholz so herzurichten, um für sich selbst den besten Holznutzen zu erzielen.

Wenn die wesentlichsten Regeln eingehalten werden, kann jedoch der Vorfreude auf gemütliche Kaminabende in den eigenen vier Wänden nichts mehr trüben.